in 🇩🇪 Deutschland

Ausbildungssysteme

Ausbildungssysteme 2025

Das deutsche Ausbildungssystem bietet ein breites Spektrum: Von der dualen Ausbildung, die Praxis und Theorie vereint, über schulische Ausbildungen mit Fokus auf Wissen, bis hin zum dualen Studium, das akademische und berufliche Phasen verbindet. Überbetriebliche Ausbildungen ergänzen betriebliche Inhalte in Bildungszentren, während Abiturientenprogramme den Weg zu höheren Qualifikationen verkürzen. Freie, oft kreative Ausbildungen bieten flexible Wege abseits staatlicher Anerkennung und finden sich vor allem in künstlerischen und therapeutischen Bereichen.

Duale Ausbildung

Das duale Ausbildungssystem in Deutschland kombiniert praktische Arbeit in einem Unternehmen mit theoretischem Unterricht in einer Berufsschule. Auszubildende verbringen in der Regel drei bis vier Tage pro Woche im Betrieb und ein bis zwei Tage in der Berufsschule. Diese Form der Ausbildung führt zu einem anerkannten Berufsabschluss.

Schulische Ausbildung

Schulische Ausbildungen in Deutschland finden hauptsächlich an Berufsfachschulen oder Fachschulen statt und vermitteln vor allem theoretisches Wissen. Praktische Erfahrungen werden durch Praktika oder Praxisphasen ergänzt. Sie führen zu staatlich anerkannten Abschlüssen in verschiedenen Berufsfeldern.

Duales Studium

Ein duales Studium in Deutschland kombiniert ein Hochschulstudium mit längeren Praxisphasen in einem Unternehmen. Die Studenten wechseln zwischen Theoriephasen an einer Hochschule und praktischen Phasen im Betrieb. Am Ende erlangen sie sowohl einen akademischen Grad als auch praktische Berufserfahrung.

Überbetriebliche Ausbildung

Eine überbetriebliche Ausbildung ergänzt die duale Ausbildung in bestimmten Berufen durch spezielle Schulungen in Bildungszentren. Sie wird vor allem in handwerklichen Berufen eingesetzt, wenn ein Betrieb nicht alle notwendigen Ausbildungsinhalte vermitteln kann. Die überbetriebliche Ausbildung stellt sicher, dass Auszubildende alle für ihren Beruf relevanten Fertigkeiten und Kenntnisse erwerben.

Abiturientenprogramme

Abiturientenprogramme sind spezielle Ausbildungsprogramme für Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife, die eine duale Berufsausbildung mit einer zusätzlichen Fortbildung kombinieren. Diese Programme ermöglichen es den Teilnehmern, in kurzer Zeit eine berufliche Ausbildung zu absolvieren und gleichzeitig eine höhere Qualifikation wie den Handelsfachwirt oder Betriebswirt zu erlangen. Abiturientenprogramme werden vor allem in der Handels- und Dienstleistungsbranche angeboten.

Freie Ausbildungen

Nicht staatlich anerkannte Ausbildungsberufe sind Berufsausbildungen, die nicht durch die duale Ausbildung oder das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt und anerkannt sind. Diese Ausbildungen werden oft von privaten Bildungsträgern, Unternehmen oder Verbänden angeboten und führen zu Abschlüssen, die keine staatliche Prüfung oder Anerkennung erfordern. Sie sind in bestimmten Branchen, wie etwa im kreativen, pädagogischen oder therapeutischen Bereich, verbreitet.

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