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Branchenunterschiede

Unterschiede der Ausbildungsvergütung nach Branche bei der Berufsausbildung 2025

Die Höhe der Ausbildungsvergütung unterscheidet sich erheblich je nach Branche. Technische und handwerkliche Berufe bieten in der Regel höhere Vergütungen als Berufe im Dienstleistungs- oder Sozialbereich. Zudem haben tarifgebundene Branchen meist überdurchschnittliche Vergütungen.

Faktoren für die Unterschiede nach Branche

Die Unterschiede in der Höhe der Ausbildungsvergütung zwischen den einzelnen Branchen ergeben sich aus mehreren Faktoren:

  • Wirtschaftliche Stärke der Branche: Branchen mit hohen Umsätzen und Gewinnen, wie die Metall- und Elektroindustrie, zahlen in der Regel höhere Vergütungen.
  • Tarifbindung: In Branchen mit einer starken Tarifbindung liegen die Vergütungen meist über dem Durchschnitt, da die Höhe durch Tarifverträge festgelegt wird.
  • Arbeitsmarktbedarf: In Branchen mit einem hohen Bedarf an Fachkräften werden oft höhere Vergütungen gezahlt, um mehr Auszubildende zu gewinnen.

Vergütung in technischen Berufen

Technische Berufe gehören zu den am besten vergüteten Ausbildungsberufen in Deutschland. Beispiele sind:

  • Industriekaufmann/-frau: 1. Jahr ca. 1.050 €, 2. Jahr ca. 1.150 €, 3. Jahr ca. 1.250 €
  • Elektroniker/-in: 1. Jahr ca. 1.100 €, 2. Jahr ca. 1.180 €, 3. Jahr ca. 1.260 €
  • Anlagenmechaniker/-in: 1. Jahr ca. 1.150 €, 2. Jahr ca. 1.250 €, 3. Jahr ca. 1.350 €

Diese Berufe sind oft tarifgebunden, was die überdurchschnittlichen Vergütungen erklärt. Zudem werden sie in wirtschaftlich starken Branchen wie der Metall- und Elektroindustrie ausgebildet.

Vergütung in handwerklichen Berufen

Die Höhe der Vergütung in handwerklichen Berufen variiert stark. Während Berufe im Bauwesen gut vergütet werden, sind die Vergütungen in anderen Handwerksberufen, wie dem Friseurhandwerk, vergleichsweise niedrig:

  • Maurer/-in: 1. Jahr ca. 1.200 €, 2. Jahr ca. 1.400 €, 3. Jahr ca. 1.600 €
  • Zimmerer/-in: 1. Jahr ca. 1.100 €, 2. Jahr ca. 1.250 €, 3. Jahr ca. 1.500 €
  • Friseur/-in: 1. Jahr ca. 600 €, 2. Jahr ca. 700 €, 3. Jahr ca. 800 €

Vergütung in kaufmännischen Berufen

Kaufmännische Berufe weisen ebenfalls große Unterschiede in der Vergütung auf. Berufe im Bankwesen oder in der Industrie sind deutlich besser vergütet als Berufe im Einzelhandel:

  • Bankkaufmann/-frau: 1. Jahr ca. 1.100 €, 2. Jahr ca. 1.200 €, 3. Jahr ca. 1.300 €
  • Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel: 1. Jahr ca. 1.000 €, 2. Jahr ca. 1.100 €, 3. Jahr ca. 1.200 €
  • Verkäufer/-in: 1. Jahr ca. 800 €, 2. Jahr ca. 900 €, 3. Jahr ca. 1.000 €

Vergütung in sozialen Berufen

Soziale Berufe sind im Vergleich zu technischen und kaufmännischen Berufen häufig schlechter vergütet. Beispiele sind:

  • Erzieher/-in: 1. Jahr ca. 900 €, 2. Jahr ca. 1.000 €, 3. Jahr ca. 1.100 €
  • Altenpfleger/-in: 1. Jahr ca. 1.050 €, 2. Jahr ca. 1.150 €, 3. Jahr ca. 1.250 €
  • Heilerziehungspfleger/-in: 1. Jahr ca. 950 €, 2. Jahr ca. 1.050 €, 3. Jahr ca. 1.150 €

Die niedrigeren Vergütungen in sozialen Berufen sind darauf zurückzuführen, dass diese Berufe häufig im öffentlichen Dienst oder bei privaten Trägern mit begrenztem Budget angesiedelt sind.

Vergütung im Dienstleistungssektor

Im Dienstleistungssektor, insbesondere in Gastronomie- und Hotelberufen, sind die Ausbildungsvergütungen meist niedriger:

  • Hotelfachmann/-frau: 1. Jahr ca. 850 €, 2. Jahr ca. 950 €, 3. Jahr ca. 1.050 €
  • Koch/Köchin: 1. Jahr ca. 850 €, 2. Jahr ca. 950 €, 3. Jahr ca. 1.050 €
  • Fachkraft für Gastronomie: 1. Jahr ca. 750 €, 2. Jahr ca. 850 €, 3. Jahr ca. 950 €

Wichtige Hinweise

Die Unterschiede in der Ausbildungsvergütung nach Branche sind erheblich und sollten bei der Wahl des Ausbildungsberufs berücksichtigt werden. Auszubildende sollten sich vorab über die in ihrem Beruf und ihrer Region üblichen Vergütungssätze informieren. Die zuständigen Kammern (IHK, HWK) und Gewerkschaften bieten hierzu umfassende Informationen an. Zudem lohnt sich ein Blick auf die tariflichen Regelungen, da tarifgebundene Betriebe in der Regel überdurchschnittliche Vergütungen bieten.

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